Ausstellung – Nils Freye
Anhand teils figurativer Malerei, komplexen Arrangements und gegenstandslosen Kompositionen exploriert Nils Freye Zusammenhänge zwischen Material, Form und Sujet, um die Aufgaben und Verständnisse von Kunst zu elaborieren. Inspiriert von der sozialen Wirklichkeit entstehen Leinwände oder Murals vorwiegend mit der Sprühdose. Wiederkehrend lassen sich in den urbanen Stencil- und Tape Art Werken collagenähnliche Gebilde und defragmentierte Motive erkennen, die durch Präzision und Subversion bestechen.
Freye greift Elemente aus der ab den späten 80er Jahren aus dem Graffiti entstandenen Street Art Bewegung auf und bettet angewandte Techniken ein in Arbeitsweisen postmoderner abstrakter Malerei. Die Reinterpretation eines einheitlichen Korsetts von figürlicher und inhaltlicher Direktheit führt zur Abstraktion des Statischen, zu Unklarheit, zu erweiterten Denkräumen und Verformungen des Endlichen. Der Moment der Konversation zwischen Künstler und Werk forciert zudem immer wieder das Übrige, Ungewollte, Zufällige und Dreckige innerhalb der Arbeiten.
Entlang inhaltlicher Leitlinien wie Privilegien, sozialer Ungleichheit oder Konsum, ist Freye bekannt für seine Arbeiten zur Migrationsthematik.
Außerdem forscht er konsequent an den künstlerischen Potentialen, die das Medium Klebeband und die Reste davon in sich bergen.
Kontinuierlich versucht er mithilfe gezielter Formsprache gesellschaftliche Zustände zu (de)konstruieren. Die Zersetzung von Motiven und Flächen spielt dabei eine große Rolle, so zeigen sich im Oevre des Künstlers neue Zusammenhänge oder Irritationen. Zugleich entstehen Werke, die die Binarität politischer, sowie unpolitischer Räume überwinden und dem Betrachter buchstäblich die Frage stellen, was bleibt und was ist unbrauchbar. Handelt es sich um gut erzählte Geschichten oder offenbart sich hier die Banalität der Kunst?.

Im Flux sind Arbeiten seiner "Trash" Serie zu sehen.
Kontakt: nils.freye@yahoo.de
Ausstellung – Piotr Rambowski
Als Rambowski die Räume im Flux an der Weserburg zum ersten Mal gesehen hat, waren es die blauen Wände und die goldenen Details, die sofort hängen geblieben sind. Genau daraus ist diese Ausstellung entstanden.
Das Bild Einklang passt für Rambowski besonders gut in den Raum und steht sinnbildlich für die Idee der Ausstellung: Bilder, Farbe und Raum greifen ineinander. Von dort aus entfaltet sich die Ausstellung mit weiteren Malereien.
Zur Ausstellung erscheint ein exklusiver Kunstdruck, der nur im Flux erhältlich sein wird.
Die Ausstellung ist vom 09.01. bis 29.03.2026 im Flux – Weserburg zu sehen.

Piotr Rambowski (*1980, Tychy, Polen) lebt und arbeitet in Bremen. Schon früh entwickelte er eine Nähe zu kreativen Ausdrucksformen, die bis heute seine künstlerische Arbeit prägt.
Er studierte an der Hochschule für Künste Bremen und war Meisterschüler von Karin Kneffel.
Heute zeigt Rambowski seine Arbeiten in Ausstellungen und Projekten, die sich zwischen Alltag, Beobachtung und unterschiedlichen Realitäten bewegen.
Kontakt: info@rambowski.com
August 2021
Tony Mahoni's small-format drawings are like the road trip of a 10-year-old drawing on the back seat of the car the passing landscapes or depicting the trash can situation of a teenager's flatmate. With a lot of colour, the lifeless environment becomes vibrating matter. He likes to paint animals and plants since he is little. Later in his life, he focussed on stones and rocks until he was more drawn towards the aesthetics of water and waves. After several years of artistic uncertainties and feelings of a certain colourlessness, he starts using colours again—right on time during a social crisis and with a forged resume. The beginning of the lockdown was also birth of his language of colour and shape. After having spent four artistic weeks in Porto as well as a residency in Antwerp, he has returned to his home in Bremen to showcase his oil pastel works at Kukoon.
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